Projekt Beschreibung

Du hast an einem Training teilgenommen und möchtest jetzt „die Prüfung“ dazu machen? Oder du möchtest dein Wissen beweisen und ein Zertifikat ohne Teilnahme an einem Kurs verdienen? Bei der Scrum.org ist das möglich, da hier die Trainings von den Assessments entkoppelt sind. Dieser Artikel soll dir dabei helfen, dich optimal auf die jeweilige Prüfung vorzubereiten. Eine Übersicht darüber, wie viele Personen weltweit welche Zertifikate erworben haben, findest du hier: https://www.scrum.org/professional-scrum-certifications/count

Allgemeines

Alle Scrum.org Assessments werden online abgelegt – in englischer Sprache. Einerseits hat man also die Möglichkeit, sich eine ruhige Umgebung zu schaffen, andererseits stellt für manche Menschen die Sprache eine echte Hürde dar. Was hier hilft, ist die Nutzung von Google Translate (oder einem anderen Übersetzungstool), das empfiehlt die Scrum.org sogar. Allerdings gehen dabei manche Nuancen der Fragen und Antworten verloren. Es empfiehlt sich daher, der Übersetzung des Tools nicht blind zu vertrauen.

Um ein Assessment zu bestehen und das entsprechende Zertifikat zu erhalten müssen 85% der Punkte erreicht werden. Das ist gar nicht so leicht und stellt ein Qualitätsmerkmal der Scrum.org dar. Leider führt das auch dazu, dass nicht alle Personen diese Prüfungen bestehen. Um das ein wenig abzumildern bekommen Teilnehmer an offiziellen Scrum.org-Schulungen einen kostenlosen zweiten Versuch, sofern sie den ersten binnen 14 Tagen nach Kursende ablegen (und nicht bestehen). Leider erhält man keine genauen Informationen darüber, welche Fragen man falsch beantwortet hat. Stattdessen gibt es eine Auflistung nach Themenbereich.

Assessment-Codes bleiben unbegrenzt lange gültig, egal ob sie in einer Schulung oder außerhalb davon erworben wurden. Die Erfahrung zeigt aber, dass mehr Zeit nicht immer hilft. Die Erfolgschancen sind in den ersten zwei Wochen nach einem Training am höchsten. Liegt der Code erstmal vier Wochen im Emailpostfach, wird es für viele Menschen echt schwer, sich dazu durchzuringen, die Prüfung abzulegen. Ich selbst hatte auch schon mal 12 Monate lang einen Code im Postfach, bevor ich ihn endlich eingelöst habe. Upps…

Wenn man es dann geschafft hat, das Assessment mit 85% der Punkte zu bestehen, landet man automatisch in einer Liste der Zertifikatsinhaber (https://www.scrum.org/certification-list). Wer das nicht möchte, muss eine E-Mail an support@scrum.org schreiben, dann wird man wieder aus der Liste entfernt.

Achja: Der Name auf dem Zertifikat entspricht dem, den man in seinem Profil hinterlegt hat. Es hilft also, seinen echten Namen zu nutzen. Das sieht dann z.B. so aus:

Professional Scrum Master Zertifikat

 

Professional Scrum Master I

Professional Scrum Master Training I

Das PSM1 Assessment (https://www.scrum.org/professional-scrum-master-i-certification) ist das „Standardzertifikat“ der Scrum.org. Während ich diesen Beitrag schreibe, haben weltweit 278.250 Menschen diese Prüfung bestanden und das Zertifikat erhalten. Man hat 60 Minuten Zeit, um 80 Fragen zu beantworten. Alle Fragen sind per Einfach- oder Mehrfachantwort zu lösen, d.h. man muss keine eigenen Texte schreiben. Das Prüfungsergebnis gibt es unmittelbar nach dem Abschluss des Assessments. Die Scrum.org gibt den Schwierigkeitsgrad mit „intermediate“ an, also „mittel“. Das stimmt meiner Erfahrung nach: Auch hier sind knackige Fragen dabei und es kommt häufig vor, dass Prüflinge einen zweiten Versuch benötigen.

Unter https://www.scrum.org/pathway/scrum-master hat die Scrum.org eine Seite angelegt, mit der man seine eigene Lernreise planen und umsetzen kann – mit Artikeln, Videos, etc. Es kann nicht schaden, dort mal vorbeizuschauen, für das PSM1 ist es meiner Meinung nach aber nicht übermäßig wichtig.

Die Themen des Assessments richten sich an den „Professional Scrum Training Competencies“ aus, die hier (https://www.scrum.org/courses/professional-scrum-training-competency-mapping) zu finden sind. Das heißt, im PSM1 geht es hauptsächlich um:

  • Empirie
  • Scrum-Werte
  • Rollen
  • Events
  • Artefakte
  • Done
  • Selbstorganisation

Es gibt auch ein paar Fragen, die außerhalb dieser Fokusbereiche liegen, zum Beispiel zu Praktiken im Bereich der Planung oder Value.

Ziel des PSM1 ist festzustellen, ob du den Scrum Guide gelesen und verstanden hast.

Zur Vorbereitung solltest du unbedingt die folgenden Schritte machen:

  1. Lies den Scrum Guide (https://www.scrumguides.org/download.html) in deiner Muttersprache durch und verstehe ihn.
  2. Lies den Scrum Guide auf Englisch, damit du dich mit der Terminologie vertraut machst.
  3. Übe mit dem kostenlosen „Scrum Open Assessment“ (https://www.scrum.org/open-assessments/scrum-open) so lange, bis du dort sicher 100% erreichst. Ein paar der Fragen sind auch im Pool des PSM1, allerdings sind die Fragen im Open Assessment generell etwas leichter als die im PSM1.
  4. Falls du das möchtest: Besuche einen Scrum-Kurs, zum Beispiel ein Training von mir (https://www.scrum.org/dominik-maximini) und schaue dir die Kursunterlagen im Nachgang nochmal an. Insbesondere die Fallstudien und Übungen.
  5. Wenn du das möchtest, schau dir ruhig das Material an, das auf https://www.scrum.org/resources/suggested-reading-professional-scrum-master hinterlegt ist.

Damit sollte es in aller Regel klappen. Im schlimmsten Fall brauchst du einen zweiten Versuch, was auch keinen Beinbruch darstellt.

 

Professional Scrum Master II

Professional Scrum Master Training II

Das PSM2 Assessment (https://www.scrum.org/professional-scrum-master-ii-certification) ist eine fortgeschrittene Prüfung für Scrum Master. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht astronomisch, aber schon anspruchsvoll. Bis heute haben weltweit 5.663 Menschen diese Prüfung bestanden und das Zertifikat erhalten. Man hat 90 Minuten Zeit, um 30 Fragen zu beantworten. Die Fragen bestehen mehrheitlich aus Fallstudien, zu denen dann Fragen gestellt werden. Diese sind ebenfalls per Einfach- oder Mehrfachantwort zu lösen, d.h. man muss auch hier keine eigenen Texte schreiben. Das Prüfungsergebnis gibt es unmittelbar nach dem Abschluss des Assessments.

Besonders ist hier noch, dass das PSM2-Training nicht spezifisch auf das Assessment vorbereitet, sondern die Denkweise schult, mit der man solchen Situationen allgemein begegnet. Den meisten Kursteilnehmern hilft das enorm, manche sind aber auch damit unzufrieden, dass man keine Prüfungsfragen 1:1 im Kurs wiederfindet.

Die Scrum Master Lernreise https://www.scrum.org/pathway/scrum-master wird auch für das PSM2 empfohlen. Die Themen des Assessments richten sich an den „Professional Scrum Training Competencies“ aus, die hier (https://www.scrum.org/courses/professional-scrum-training-competency-mapping) zu finden sind. Im PSM2 geht es hauptsächlich um:

  • Empirie
  • Scrum-Werte
  • Rollen
  • Events
  • Artefakte
  • Done
  • Selbstorganisation
  • Facilitation
  • Führungsstile
  • Coaching
  • Mentoring
  • Product Backlog Management
  • Stakeholder & Kunden
  • Management von technischen Risiken
  • Design von Organisationen und Kultur

Das klingt viel, wirkt aber im Assessment sehr natürlich, weil diverse Fälle einfach an diversen Themen kratzen. 30 Fragen sind andererseits nicht genug, um wirklich in die Tiefe gehen zu können.

Ziel des PSM2 ist festzustellen, ob du Professional Scrum in Praxisfällen anwenden kannst. Das wird anhand der Fallstudien geprüft. Nicht gefragt ist, wie du es bei dir im Unternehmen machst – das ist nämlich möglicherweise kein „Professional Scrum“, sondern „Scrum But“ oder „Flaccid Scrum“.

Zur Vorbereitung solltest du unbedingt die folgenden Schritte machen:

  1. Lies den Scrum Guide (https://www.scrumguides.org/download.html) in deiner Muttersprache durch und verstehe ihn. Das hast du zwar schon fürs PSM1 gemacht, aber die Erfahrung zeigt, dass das durchaus hilft.
  2. Lies den Scrum Guide auch nochmal auf Englisch, damit du dich mit der Terminologie vertraut machst.
  3. Übe mit dem kostenlosen „Scrum Open Assessment“ (https://www.scrum.org/open-assessments/scrum-open) so lange, bis du dort sicher 100% erreichst. So bekommst du wieder etwas Übung im Assessment-ablegen.
  4. Vergegenwärtige dir die Grundhaltung, mit der Scrum Master ihre Arbeit verrichten. Das wird im Training intensiv geübt. Daher:
  5. Falls du das möchtest: Besuche einen Scrum-Kurs, zum Beispiel ein Training von mir (https://www.scrum.org/dominik-maximini) und schaue dir die Kursunterlagen im Nachgang nochmal an. Insbesondere die Fallstudien und Übungen.
  6. Wenn du das möchtest, schau dir ruhig das Material an, das auf https://www.scrum.org/resources/suggested-reading-professional-scrum-master-ii hinterlegt ist.

Viel mehr kannst du nicht tun, um dich vorzubereiten.

 

Professional Scrum Master III

Professional Scrum Master Training III

Das PSM3 Assessment (https://www.scrum.org/professional-scrum-master-iii-certification) ist eine Prüfung für sehr erfahrene Scrum Master. Der Schwierigkeistgrad ist sehr hoch, ich kenne nur wenige Personen, die im ersten Anlauf bestanden haben. Entsprechend wenige Menschen haben dieses Zertifikat erworben: 766 sind es – weltweit. Man hat 120 Minuten Zeit, um 34 Fragen zu beantworten. Etwa ein Drittel der Punkte bekommt man durch (schwierige!) Multiple-Choice-Fragen. Zwei Drittel der Punkte erwirbt man in Fragen, die man per Aufsatz beantworten muss. Das macht dieses Assessment so schwer: Man muss unter Zeitdruck seine Antwort selbst auf den Punkt bringen und es dabei auf Englisch so formulieren, dass die auswertende Person es auch versteht.

Das Prüfungsergebnis gibt es meistens 2-3 Wochen nach dem Abschluss des Assessments.

Die Scrum Master Lernreise https://www.scrum.org/pathway/scrum-master ist zwar hilfreich, aber nicht hinreichend für dieses Assessment. Die Themen des Assessments sind sehr breit und decken alle Bereiche von Scrum ab, so wie in den Professional Scrum Competencies (https://www.scrum.org/professional-scrum-competencies) beschrieben.

Ziel des PSM3 ist festzustellen, ob du verstehst, warum Scrum ist wie es ist und dieses „Warum“ auch in die Praxis transferieren kannst.

Zur Vorbereitung solltest du unbedingt die folgenden Schritte machen:

  1. Mach alles nochmal, was du schon für das PSM2 gemacht hast.
  2. Nimm an einem PSM2-Kurs teil. Es gibt kein Training, das spezifisch auf das PSM3 vorbereitet, aber das PSM2 setzt die richtigen Akzente im Bereich Mindset.
  3. Reflektiere deine letzten drei Jahre als Scrum Master und beantworte dir selbst: Wo haben wir Professional Scrum gemacht? Wo habe ich wirklich als Scrum Master gehandelt? Wo nicht? Was waren die Gründe? Was hat meine Aktionen an welcher Stelle erfolgreich / nicht erfolgreich gemacht?

Wenn du weniger als drei Jahre Praxiserfahrung in der Rolle Scrum Master hast, wirst du dir potentiell an diesem Assessment die Zähne ausbeißen.

 

Professional Scrum Product Owner I

Professional Scrum Product Owner I

Das PSPO1 Assessment (https://www.scrum.org/professional-scrum-product-owner-i-certification) ist für Product Owner das Äquivalent zum PSM1. Immerhin 65.674 mal wurde dieses Zertifikat bisher verliehen. Man hat 60 Minuten Zeit, um 80 Fragen zu beantworten. Alle Fragen sind per Einfach- oder Mehrfachantwort zu lösen, d.h. man muss keine eigenen Texte schreiben. Das Prüfungsergebnis gibt es unmittelbar nach dem Abschluss des Assessments. Die Scrum.org gibt den Schwierigkeitsgrad mit „intermediate“ an, also „mittel“. Das stimmt meiner Erfahrung nach: Auch hier sind knackige Fragen dabei und es kommt häufig vor, dass Prüflinge einen zweiten Versuch benötigen. Ich persönliche finde das PSPO1 etwas schwieriger als das PSM1.

Unter https://www.scrum.org/pathway/product-owner-learning-path hat die Scrum.org eine Seite angelegt, mit der man seine eigene Lernreise planen und umsetzen kann – mit Artikeln, Videos, etc. Es kann nicht schaden, dort mal vorbeizuschauen, für das PSPO1 ist es meiner Meinung nach aber nicht übermäßig wichtig.

Die Themen des Assessments richten sich an den „Professional Scrum Training Competencies“ aus, die hier (https://www.scrum.org/resources/suggested-reading-professional-scrum-product-owner) zu finden sind. Das heißt, im PSPO1 geht es hauptsächlich um:

  • Empirie
  • Scrum-Werte
  • Rollen
  • Events
  • Artefakte
  • Done
  • Selbstorganisation
  • Führung
  • Forecasting und Releaseplanung
  • Produktvision
  • Product Value
  • Product Backlog Management
  • Business Strategy
  • Stakeholder- und Kundenmanagement

Ziel des PSPO1 ist festzustellen, ob du den Scrum Guide gelesen und verstanden hast. Die Product Owner-spezifischen Teile stehen dabei logischerweise im Fokus.

Zur Vorbereitung solltest du unbedingt die folgenden Schritte machen:

  1. Lies den Scrum Guide (https://www.scrumguides.org/download.html) in deiner Muttersprache durch und verstehe ihn.
  2. Lies den Scrum Guide auf Englisch, damit du dich mit der Terminologie vertraut machst.
  3. Übe mit dem kostenlosen „Scrum Open Assessment“ (https://www.scrum.org/open-assessments/scrum-open) und dem „Product Owner Open“ (https://www.scrum.org/open-assessments/product-owner-open) so lange, bis du in beiden sicher 100% erreichst.
  4. Falls du das möchtest: Besuche einen Scrum-Kurs, zum Beispiel ein Training von mir (https://www.scrum.org/dominik-maximini) und schaue dir die Kursunterlagen im Nachgang nochmal an. Insbesondere die Fallstudien und Übungen. Meiner Ansicht nach bereitet das PSPO-Training recht gut auf das Assessment vor.
  5. Wenn du das möchtest, schau dir ruhig das Material an, das auf https://www.scrum.org/resources/suggested-reading-professional-scrum-product-owner hinterlegt ist.
  6. Es gibt ein hervorragendes Buch, das von den Stewards des PSPO-Kurses – und damit den Hauptautoren der Prüfungsfragen – geschrieben wurde: „The Professional Product Owner“ von Don McGreal und Ralph Jocham.

Damit sollte es in aller Regel klappen. Im schlimmsten Fall brauchst du einen zweiten Versuch, was auch keinen Beinbruch darstellt.

 

Professional Scrum Product Owner II

Professional Scrum Product Owner II

Das PSPO2 Assessment (https://www.scrum.org/professional-scrum-certifications/professional-scrum-product-owner-ii-assessment) ist eine fortgeschrittene Prüfung für Product Owner. Es existiert seit dem 18.11.2019 – das, was davor PSPO2 war, ist jetzt das PSPO3.

Der Schwierigkeitsgrad des PSPO2-Assessments ist nicht astronomisch, aber schon anspruchsvoll. Bis heute haben weltweit nur 164 Menschen diese Prüfung bestanden und das Zertifikat erhalten. Da es das Assessment aber erst seit 2 Monaten gibt, ist das nicht besonders aussagekräftig. Man hat 60 Minuten Zeit, um 40 Fragen zu beantworten. Die Fragen bestehen mehrheitlich aus Fallstudien, zu denen dann Fragen gestellt werden. Diese sind ebenfalls per Einfach- oder Mehrfachantwort zu lösen, d.h. man muss auch hier keine eigenen Texte schreiben. Das Prüfungsergebnis gibt es unmittelbar nach dem Abschluss des Assessments.

Der PSPO-A-Kurs (Professional Scrum Product Owner Advanced: Mastering the Product Owner Stances – https://www.scrum.org/courses/professional-scrum-product-owner-advanced-mastering-product-owner-stances-training) deckt nur einen Teil des Inhalts des Assessments ab. Das finde ich persönlich zwar suboptimal, wenn man das aber weiß, kann man sich entsprechend vorbereiten.

Die Product Owner Lernreise https://www.scrum.org/pathway/product-owner-learning-path ist hilfreich für das PSPO2 Assessment. Die Themen des Assessments richten sich an den „Professional Scrum Training Competencies“ aus, die hier (https://www.scrum.org/courses/professional-scrum-training-competency-mapping) zu finden sind. Das PSPO2 deckt nahezu alle im „Learning Path“ und im „Competency Mapping“ genannten Themen ab. Es ist daher notwendig, sich umfassend vorzubereiten. Besonders hervorzuheben ist, dass auch einige Fragen zu „Evidence Based Management“ (https://www.scrum.org/resources/evidence-based-management) enthalten sind.

Ziel des PSPO2 ist festzustellen, ob du Professional Scrum in Praxisfällen als Product Owner anwenden kannst. Das wird anhand der Fallstudien geprüft. Nicht gefragt ist, wie du es bei dir im Unternehmen machst – das ist nämlich möglicherweise kein „Professional Scrum“, sondern „Scrum But“ oder „Flaccid Scrum“.

Zur Vorbereitung solltest du unbedingt die folgenden Schritte machen:

  1. Lies den Scrum Guide (https://www.scrumguides.org/download.html) in deiner Muttersprache durch und verstehe ihn.
  2. Lies den Scrum Guide auch nochmal auf Englisch, damit du dich mit der Terminologie vertraut machst.
  3. Übe mit dem kostenlosen „Scrum Open Assessment“ (https://www.scrum.org/open-assessments/scrum-open) und dem „Product Owner Open“ (https://www.scrum.org/open-assessments/product-owner-open) so lange, bis du in beiden sicher 100% erreichst.
  4. Lies dir https://www.scrum.org/resources/evidence-based-management aufmerksam durch und verstehe mindestens, was die vier „Key Value Areas“ bedeuten.
  5. Schau dir den Learning Path (https://www.scrum.org/pathway/product-owner-learning-path) für Product Owner an und identifiziere Lücken, die du ggf. noch hast.
  6. Schaue dir mit dem gleichen Ziel auch nochmal die Professional Scrum Training Competencies“ an, die hier (https://www.scrum.org/courses/professional-scrum-training-competency-mapping) abgelegt sind.
  7. Vergegenwärtige dir die Haltungen, mit denen Product Owner ihre Arbeit verrichten. Das wird im Training intensiv geübt. Daher:
  8. Falls du das möchtest: Besuche einen PSPO-A-Kurs, zum Beispiel ein Training von mir (https://www.scrum.org/dominik-maximini) und schaue dir die Kursunterlagen im Nachgang nochmal an. Insbesondere die Fallstudien und Übungen.

Viel mehr kannst du nicht tun, um dich vorzubereiten. Wenn dir das zu aufwendig ist: Gehe davon aus, dass du zwei Versuche brauchst, um zu bestehen.

 

Professional Scrum Product Owner III

Professional Scrum Product Owner III

Das PSPO3 Assessment (https://www.scrum.org/professional-scrum-certifications/professional-scrum-product-owner-iii-assessment) ist eine Prüfung für sehr erfahrene Product Owner. Der Schwierigkeistgrad ist sehr hoch, ich kenne nur wenige Personen, die im ersten Anlauf bestanden haben. Ich halte es für die schwerste Prüfung, welche die Scrum.org im Angebot hat – auch ich selbst bin hier im ersten Anlauf durchgefallen. Entsprechend wenige Menschen haben dieses Zertifikat erworben: 280 sind es – weltweit. Man hat 120 Minuten Zeit, um 35 Fragen zu beantworten. Etwa ein Drittel der Punkte bekommt man durch (schwierige!) Multiple-Choice-Fragen. Zwei Drittel der Punkte erwirbt man in Fragen, die man per Aufsatz beantworten muss. Das macht dieses Assessment so schwer: Man muss unter Zeitdruck seine Antwort selbst auf den Punkt bringen und es dabei auf Englisch so formulieren, dass die auswertende Person es auch versteht. Die Sicht ist dabei immer die eines echten Professional Scrum Product Owners.

Das Prüfungsergebnis gibt es meistens 2-3 Wochen nach dem Abschluss des Assessments.

Die Product Owner Lernreise https://www.scrum.org/pathway/product-owner-learning-path ist zwar hilfreich, aber nicht hinreichend für dieses Assessment. Die Themen des Assessments sind sehr breit und decken alle Bereiche von Scrum ab, so wie in den Professional Scrum Competencies (https://www.scrum.org/professional-scrum-competencies) beschrieben.

Ziel des PSPO3 ist festzustellen, ob du verstehst, warum Scrum ist wie es ist und dieses „Warum“ auch in die Praxis transferieren kannst. Der Fokus liegt dabei auf Product Owner Themen.

Zur Vorbereitung solltest du unbedingt die folgenden Schritte machen:

  1. Mach alles nochmal, was du schon für das PSPO2 gemacht hast.
  2. Nimm an einem PSPO-A-Kurs teil. Es gibt kein Training, das spezifisch auf das PSPO3 vorbereitet, aber das PSPO-A hilft dir bei einem Teil der Reise.
  3. Reflektiere deine letzten drei Jahre als Product Owner und beantworte dir selbst: Wo haben wir Professional Scrum gemacht? Wo habe ich wirklich als Product Owner gehandelt? Wo nicht? Was waren die Gründe? Was hat meine Aktionen an welcher Stelle erfolgreich / nicht erfolgreich gemacht?
  4. Beschäftige dich intensiv mit dem Begriff „Value“ und was das für dein Produkt bedeutet – und vielleicht bedeuten könnte.

Wenn du weniger als drei Jahre Praxiserfahrung in der Rolle Product Owner hast, wirst du dir potentiell an diesem Assessment die Zähne ausbeißen.

 

Vorbereitungen mit Ratgebern und Google

Es gibt immer mal wieder Beispielfragen, die im Netz gepostet werden – oder sogar Bücher, die alte Fragen enthalten. Meine Erfahrung damit ist, dass man viel Zeit (und ggf. Geld) investiert, und dafür nur minderwertige Informationen bekommt. In Foren findet man zum Beispiel genauso viele falsche wie richtige Antworten. Abgesehen davon, verstößt man mit so einem Vorgehen gegen die Scrum-Werte Mut und Offenheit. So ein Assessment ist aus meiner Sicht eine gute Gelegenheit, um seine eigene „Learning Journey“ zu ergänzen. Ziel ist also nicht unbedingt, die „Badge“ zu bekommen – sondern zu verstehen, was und warum das gefragt wird. Zumindest bei mir setzen da jede Menge Denkprozesse ein, die mein Verständnis von Scrum vertiefen. Dass es am Ende noch ein Zertifikat gibt ist ein netter Nebeneffekt.

Nochmal zu Ratgebern und dem Googeln von Fragen: Du setzt deine Zeit effektiver ein, wenn du den oben genannten Vorbereitungstipps folgst. Wenn du darüber hinaus noch Literatur suchst: Versuche es doch mal mit dem „Scrum Pocket Guide“ von Gunther Verheyen. Das ist quasi die „Langversion“ des Scrum Guides, geschrieben von einem ehemaligen Scrum.org-Mitarbeiter, der für die Kurse und die Assessments verantwortlich war. Das gibt es auch in einer deutschen Übersetzung.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Vorbereitung und natürlich dem Ablegen der Assessments!

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